12.08.2013 Etappe 4 (Heidelberger Hütte – Naturns)


 

12.08.2013 Etappe 4 (Heidelberger Hütte – Naturns)
12.08.2013 Etappe 4 (Heidelberger Hütte – Naturns)

Update 12.08.13 23:55 Uhr

Wieder eine Tagestour geschafft. Es war anstrengend, langwierig, es gab einige Pannen, einen akrobatischen Radabstieg sowie extreme Fußmärsche zum Fimberpass und über die Uina-Schlucht.

Der Tag begann früh und unangenehm kalt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Unser erstes Ziel nach dem Frühstück in der Heidelberger Hütte war der 400 Meter höher gelegene Fimberpass, welcher mit 2.613 Metern gleichzeitig der höchste Punkt unser Tour ist. Zu erreichen ist der Pass nahezu nur zu Fuß, also hieß es schieben oder tragen. Oben angekommen bot sich uns ein fantastischer Blick ins Tal und zugleich bestätigte sich unsere Befürchtung, dass es sich auf der anderen Seite nicht einfach herunter fahren lässt. Also ging das schieben weiter. Nach 2 Stunden hatten wir also noch keinen Meter auf dem Rad zurückgelegt.

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Trotz des felsigen und verblockten Untergrunds konnten wir irgendwann doch das Rad nutzen und endlich mal ein paar Trails fahren. Unser Störmi schaffte es dabei ganz akrobatisch, mit Armen und Beinen über den Lenker abzusteigen und dann mit beiden Beinen sich zu landen. Eine unglaubliche Nummer die Jan einen ordentlichen Adrenalinschub einbrachte. Zum Glück ging alles gut und wir konnten weiter fahren.

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Gegen Mittag kamen wir am Tal Sur En an, dem Einstieg in die Uina-Schlucht. 1.200 Höhenmeter lagen vor uns und natürlich wieder Steigungen und Passagen, welche nur zu Fuß zu bewältigen waren. Doch bereits nach 2 Kilometern machte Störmis Reifen ein kurzes und eindringliches Pfeifgeräusch. Der Reifen war platt und der Mantel eingerissen. Da wir keinen Mantel dabei hatten, hieß das die noch verbleibenden 10 Kilometer hoch zur Sesvenna-Hütte und über die Uina-Schlucht schieben. Nach unendlich langen 4 Stunden hatten wir es geschafft. Ein überwältigender Anblick während der (Tor-)Tour und am Gipfel waren der Lohn.

Das Highlight kam kurz darauf. Störmi hatte die Schnapsidee, den Riss im Mantel mit Hilfe der Kabelbinder zu fixieren, so dass sich dieser nicht ausdehnen konnte. Nach kurzem Gelächter dachten wir uns, dass es tatsächlich klappen könnte. Gesagt getan…. und es hielt bis nach Schlanders. Dort übernachten wir heute und damit ca. 20 Kilometer vor unserem eigentlichen Ziel Naturns. Morgen werden wir gemütlich weiter rollen und einen Ruhetag einlegen. Die Strapazen der ersten vier Tage sind bei allen zu spüren und ein wenig Erholung wird uns gut tun.

Hier noch kurz die Statistiken:

Länge: 75 km
Aufstieg: 1.780 Hm
Abstieg: 3.100 Hm

12.08.13, 23:55 Uhr, Klamsi via iPhone

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