Zum nunmehr vierten Mal in Folge werden die Multisportfreunde auch 2013 wieder das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Und doch ist in diesem Jahr alles anders. Ein neues Regelwerk löst die zwischenzeitlich vertrauten Vorgaben ab und die ins Gehirn gebrannten Zeitvorgaben sind nichts mehr wert. Und doch haben die Neuerungen ihren Reiz, ist es doch möglich gleich beim ersten Mal das Sportabzeichen in Gold zu erlangen nicht erst über viele Jahre hinweg.

Wann:   03.08.2013 (Uhrzeit steht noch nicht fest)
Wo:       Stadion des Friedens in Freital


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Die Ergebnisse und den Bericht könnt Ihr im Anschluss hier einsehen. Jetzt aber erst einmal ein paar Fakten zum neuen Sportabzeichen und der Frage, warum die Änderungen beschlossen wurden. Für alle die einen schnellen Überblick über die neuen Vorgaben haben möchten, können sich hier den Leistungskatalog für die Erwachsenen ansehen und herunterladen.

Der Leistungskatalog zum DSA hat sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Änderungen und die Aufnahme neuer Sportarten stark ausdifferenziert und erheblich an klarer Struktur, Systematik und innerer Logik verloren. Eindeutige Zuordnungen von Disziplinen zu motorischen Grundfähigkeiten waren teilweise nicht mehr gegeben; auch eine einheitliche Leistungsanforderung über alle Einzeldisziplinen hinweg war nicht mehr nachvollziehbar – so waren z. B. nach sportwissenschaftlicher Erkenntnis Einzelanforderungen z. T. zu niedrig, andere wiederum zu hoch angesetzt. Angesichts dieser vielfältigen Problemlagen und der Notwendigkeit, den Leistungskatalog einer Straffung und klaren Systematisierung zu unterziehen, kam eine punktuelle Veränderung und Anpassung nicht mehr in Frage. In enger Abstimmung mit den LSB und beteiligten Spitzenverbänden wurde der Leistungskatalog mit Unterstützung der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München (TUM) einer grundlegenden Reform unterzogen.

Der Leistungskatalog wurde deutlich gestrafft und aufgrund seiner Ausrichtung an den vier motorischen Grundfähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination) auf vier entsprechende Disziplingruppen reduziert (siehe auch Frage 10). Die bisherigen Zusatzangebote werden gestrichen. Der Nachweis der Schwimmfertigkeit (vormals Gruppe 1) wurde ausgegliedert und neu strukturiert […]. Er bleibt obligatorische Voraussetzung für den Erwerb des DSA.

Ebenfalls neu ist die Einführung der Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold […].

Der Leistungskatalog wurde nach den motorischen Grundfähigkeiten gegliedert, die sich grob in Kondition und Koordination unterteilen lassen. In der Trainingswissenschaft gelten sie als die entscheidenden Voraussetzungen sportlicher Leistung. Dabei wird die Kondition weiter in vier Grundfähigkeiten unterteilt: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. In Bezug auf das DSA nimmt die Beweglichkeit allerdings eine Sonderrolle ein, da im Bereich Breitensport Sportlerinnen und Sportler nicht maximal sondern „optimal“ beweglich sein sollten. Somit ist der Grad der Beweglichkeit nur sportartspezifisch zu bewerten. Für das Ablegen des DSA hat sie dementsprechend nur sekundäre Bedeutung und wird im Hinblick auf den neuen Leistungskatalog außer Acht gelassen. Die Koordination hingegen ist ausschlaggebend für die Bewegungsqualität und darf bei der Bewertung einer sportlichen Leistung nicht vernachlässigt werden. Diese Leistungsfaktoren, Kondition und Koordination, stellen folglich bei der Bewertung individueller sportlicher Leistung die im Kern zu erfassenden Kriterien dar. Sie sind aber auch im Sinne einer optimalen Vorbereitung auf das DSA unerlässlich.

(Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund, Auszug aus dem Infopapier „Deutsches Sportabzeichen (DSA) Reform 2013: Hintergründe und Ziele“)