Unter großem persönlichem Einsatz ist es mir gelungen, einen Exklusivbericht unseres Imperators Störmi zum 100km Mannschafts-Duathlon zu bekommen. Wie sich der Wettkampf aus seiner Sicht dargestellt hat könnt ihr hier nachlesen. Also Taschentücher bereithalten und Lachmuskeln aufwärmen:

„Auch in 2015 sind wir 3 MultiSportFreunde unter Verstärkung von Thomas und Maik wieder duathletisch die 100km rund um DD angegangen. Zum Jubiläum haben sich die Veranstalter vom endlos.e.V. allerdings ein besonderes Schmankerl einfallen lassen. Die diesjährige Strecke führte in den sächsischen Süden, genauer ins Osterzgebirge bis rauf nach Waldidylle. Dieser Anstieg allein dorthin sollte kein großes Ding sein, allerdings gibt es unterwegs viele und fiese Berge, die es den MultiSportFreunden schwerer als sonst machen sollten. Aber nun kurz zum Rennverlauf aus meiner bescheidenen Sicht: Wie immer kam Thomas auf den letzten Drücker, dafür aber mit dem hübbschesten Mounti im Team: Ein Cannondale F29 in der Premiumversion. Leider hat er sich am Start irgendwo einen Piekser in den schlauchlosen Reifen eingefangen und 7 Min vor unserem Teamstart stieg die Aufregung, ob der Defekt behoben werden kann. Aber ganz Radprofi durch und durch hat er flott repariert und mit nur 5 Min. Verspätung gings dann auch los. 

Start um 7:59 Uhr

Start um 7:59 Uhr

Die ersten Kilometer waren sehr flott angegangen und mit häufig unter 5 Min auf den Kilometer legten sich die jeweiligen Läufer gut ins Zeug. Teilweise einheimisches Trainingsgebiet passiert fand man sich nur 1 1/2 Std. später in Kreischa wieder, wo ich selbst einen meiner schnelleren Laufkilometer mit 4:44 absolvieren konnte. Allerdings gings dann auch schon los mit den fiesen Anstiegen. Aufs Rad gewechselt sah ich Maik ebenfalls den Berg raufkurbeln, Matthi musste wohl davor fahren und von Andi und Thomas weit und breit keine Spur – zu groß wurde deren Vorsprung. Mit 7-8 Km/h auf der 12% ansteigenden Schotterpiste holt man einfach keinen Läufer ein. Ein paar Kilometer weiter nach einer Bergab-Passage fand man sich dann wieder, allerdings durfte ich sofort runter vom Bike und wieder rennen. 

Den letzten Anstieg an den ich mich lebhaft erinnere war der in Waldidylle nahe dem Gipfel der Strecke, wo mich Thomas in unbeeindruckter Manier kurbelnd begleitete und ich unter Höhenluft jappsend das erste Mal die Oberschenkel krampfend spürte – das war aber erst Kilometer 40 oder so… 

Von da an ging es ja glücklicherweise grob erstmal wieder bergrunter, allerdings hatten wir „erst“ 1.300 der insg. 2.000 Hm weg, was also noch alles so drohte? Übrigens war diesmal bis Kilometer 70 ein stark zusammengezogenes Teilnehmerfeld zu bemerken. Man hatte immer die selben Teams um sich herum, nur vom eigenen Team sah man maximal einen Kameraden, zu stark waren die Bergpassagen und der benötigte Vorsprung, der ja bei unserer Taktik des 1 km-Wechsels notwendig war. Meinen persönlichen Einbruch erlebte ich dann in der Hosenmühle bei Dorfhain, ein kleines Tal mit einem 15%igen Anstieg, an dem der Hungerast erbarmungslos zulangte. Zum Glück hatte Maik Kekse und andere Leckereien in seinem Rucksack, welchen ich zu diesem Zeitpunkt trug und mit denen ich mich revitalisieren konnte. 

Professioneller Wechsel zwischen Klamsi und dem Imperator

Professioneller Wechsel zwischen Klamsi und dem Imperator

Durch den Tharandter Wald ging es dann Richtung Heimat, aber immer wieder eingestreute Anstiege, wenn auch nun Kürzere machten es anstrengend. Selbst in Braunsdorf findet man dann noch einen Hügel den man hochfahren kann. Eine neue Bestzeit zu den Vorjahren war zwar nicht möglich, aber rekordverdächtig ist bei den absolvierten 2.000 Hm diese Hatz in gut 8 1/2 Stunden trotzdem… 

Im kommenden Jahr werden wir dann gespannt sein, was sich der Veranstalter wieder einfallen lässt.

Euer Imperator“

Vielen Dank für diese eindrucksvollen Zeilen! Wie die letzten Male auch war der Wettkampf erneut ein gelungenes Event und mit Platz 25 von 41 ins Ziel gekommenen Mannschaften kann sich auch das Ergebnis sehen lassen.