Bei der Anmeldung im Januar ist der Start noch weit weg, nun aber sollte es losgehen. Mit ein paar langen Einheiten in den Beinen fühlte ich mich gut vorbereitet, um in ordentlicher Manier ins Ziel zu kommen. Leider war ich der einzige Starter der MultiSportFreunde auf der Halbdistanz. Andi musste sich aufgrund des vollen Starterfeldes mit einem Start auf der Olympischen Distanz begnügen und Jan wollte auf der Sprintdistanz angreifen.

Punkt 11 Uhr fiel dann der Startschuss. Meine Taktik, mich beim Schwimmen aus allem rauszuhalten, ging ganz gut auf, auch wenn ich dadurch vielleicht den einen oder anderen Meter mehr geschwommen bin. Kurz vor Schluss bekam ich die Ferse eines Mitschwimmers ins Gesicht und meine Schwimmbrille war nicht mehr dort wo sie hingehört. Unmittelbar  danach hab ich dann noch die Badekappe verloren. Nach 0:41:24 war das Schwimmen für mich vorbei.

Der Wechsel aufs Rad klappte ganz ordentlich. Danach hieß es, nicht zu schnell anzugehen, um locker über die drei Runden zu kommen. Den Vorsatz konnte ich ganz gut umsetzen. Die erste Runde schaffte ich mit einem Schnitt von knapp 33 km/h, am Ende hatte ich immer noch einen Schnitt von knapp über 31km/h auf dem Tacho, so dass ich schon bei 3:49:38 auf die Laufstrecke wechseln konnte.

Noch auf dem Rad hatte ich Bedenken, dass ich beim Laufen muskulär an meine Grenzen kommen würde, da sich mein rechter Oberschenkel schon etwas fest anfühlte. Aber dennoch lief die erste Laufrunde (7 km) für meine Verhältnisse recht gut und ich steuerte eine Zeit unter sechs Stunden an. Aber wie das manchmal so ist, es kommt meist anders als man denkt. Ab Kilometer sieben meldete sich mein Magen. Ich fühlte mich zunehmend elend. Die zweite Runde konnte ich nur noch abwechselnd laufen und gehen. Zu Beginn der dritten Runde ging dann nichts mehr. Ich war kurz davor, aufzugeben. Das einzige, was mich davon abhielt, war die Vorstellung, in den Ergebnislisten mit DNF aufgeführt zu werden. Also bin ich weiter „gewandert“ und hab mich von den Mücken zerstechen lassen. Ab km 19 hatte sich mein Magen dann wieder beruhigt und ich konnte noch knapp unter 06:29:00 ins Ziel laufen.

Mein Fazit: Eigentlich ein wunderbarer Wettbewerb. Die Radstrecke war wirklich sehr schön. Die Verpflegung unterwegs ist angenehm und bestens organisiert. Selbst die Laufstrecke war nicht annähernd so dramatisch, wie es das Höhenprofil hätte vermuten lassen. Und am Ende war ich doch glücklich und etwas stolz, dass ich ins Ziel gekommen bin. Was meinen Magen angeht, hab ich keine so richtige Erklärung. Sicher spielte die Nahrungsaufnahme eine entscheidende Rolle. Ob ich aber nun zu wenig oder was Falsches zu mir genommen habe oder ob ich unter der Belastung einfach nichts vertrage, bleibt offen. Da helfen nur weiter lange Einheiten und austesten, wie der Körper auf unterschiedliche Arten der Nahrungsaufnahme reagiert.