[Störmi] Nach dem Ruhetag mit viel Hang loose in Ortisei, oder besser bekannt unter St. Ulrich ging es heute wieder aufs Bike! Es stand die um 15km verlängerte Etappe 6 nach Obereggen auf dem Plan. Da auch ohne den Aufstieg zur Seiser Alm die Strecke über 1.700Hm haben sollte und uns vom Schieben langsam die Moral flöten geht sind wir erstmal gegondelt.

Oben auf der Seiser Alm bot sich vor allem mir ein ungewohnter schöner Anblick, kenne ich die Gegend doch von 2 Skiurlauben in weiß, war es heute ein grüner Traumausblick. Vorbei an weiteren einheimischen Bio-Rindern ging es nach Compatsch und von dort ging es dann aber schon wieder bergab und nach einigen Serpentinen drohte sich das Debakel aus den Krimmler Tauern zu wiederholen – Bike bergab tragen – sollte das so den ganzen Tag gehen? Matthis präzise Kompass Karten verhießen zumindest nix Gutes. Die darauf gestrichelten Linien stellen nämlich Wanderpfade dar, die wir bis heute selten auf dem Rad absolvieren konnten, sondern nur schiebend. Um so positiver überrascht wurden wir von gut 20km feinster Trailstrecke, die zwar technisch anspruchsvoll aber gut zu fahren waren. Immer wieder tolle Ausblicke auf die Schlern Region und seine Gipfel machten für mich diese Etappe zur schönsten des diesjährigen AlpX. 

Es gab auch wieder steile Anstiege, zB über den Nigerpass zu erklimmen und unterwegs frischten wir uns mit Cola und Kaiserschmarren wieder auf. Angekommen am Kararersee kurzer Fotostop zzgl. Pannenhilfe für ein Bikepärchen gab es wieder einen feinen Waldtrail Richtung Obereggen. 

Dank der Auskunft der Carezza Touristinfo war unser heutiges Quartier das Hotel Royal. Nach dem spartanischen Leben in St. Ulrich bietet sich heute hier uns ungewohnter Luxus, Wellnessbereich inklusive. Ein AlpX Mitstreiter darf sogar ins Einzelzimmer und wird vermutlich schnarchfrei durchschlafen :))) zum Thema schönste Etappe bleibt natürlich auch das Finale mit dem Gardasee noch unter Vorbehalt, aber Tag 6 hat Silber schon mal sicher 😉.

[Klamsi] Wie immer ein Genuss! Auf die Frage, warum die morgige Etappe keine Chance auf Gold hat, gab’s übrigens nur ein mildes Lächeln. Da stehen dann noch einmal über 2.000 Höhenmeter und vermutlich Schiebepassagen auf dem Plan. Unter anderem mit dem Passo Lavazé, dem Jochgrimm und den dort gelegenen Schwarz- und Weißhorn. Erinnerungen an letztes Jahr und eine tolle Wanderung mit meiner Familie werden mich da sicher einholen. Noch drei Nächte, dann sehen wir uns endlich wieder. Ihr fehlt!