Noch ist die Sonne nicht zu sehen. Die Wolken hängen tief im Tal und der erste Anstieg noch nicht zu sehen. 

Erst mal frühstücken und dann schnell los. 

[update] Heute berichtet Matthi vom Wandertag. Aber davor noch schnell den Strava-Track. 😏

Wandertag, Teil 2

Nachdem wir gestern ordentlich durchnässt worden sind, hat die schicke Unterkunft in St. Vigil unsere Laune wieder aufgehellt. Alles vom Feinsten, inklusive Pizza, Pasta, Flatscreen und Bidet. Leider durften wir nur eine Nacht bleiben, also hieß es wieder keulen. 

Augen auf, Wolken an. Pünktlich zum Start hingen die Wolken im Tal fest. Da wir mit einem langen Tag gerechnet haben, gab’s schon halb 8 extra für uns lecker Frühstück. Wir haben fast keine Brötchen übrig gelassen. Den ersten Anstieg durch die Wolken gings ganz fluffig, bis auf eine Schiebereampe mit 24% Steigung war der kein Problem. Und im nächsten Tal wartete schon das schöne Wetter auf uns. Nach kurzer Abfahrt gings auch gleich schon wieder rauf. Wir starten auf ca. 1.100m, unser Ziel war das Kreuzjoch auf 2.293m. Anfangs auf Asphalt, später auf Schotter arbeiteten wir uns Meter um Meter im Angesicht des Naturparks Puez – Geisler nach oben. 


Kurz vor Schluss wurde es dann nochmal so steil, dass wir die letzten 200 Hm wieder mal schieben mussten. Bei den Andis meldeten sich die Blasen, bei mir die Erschöpfung… . Trotzdem schafften wir es „pünktlich“ bis zur Passhöhe. Wir verputzten unsere nach oben gebuckelten Brötchen. 


Halbe Stunde Pause, kurzer Abstieg – wir waren in Gedanken schon im Ziel. Aber wie immer kam es anders. Der Abstieg war knackig, natürlich ging es auch hier nur mit schieben vorwärts. Danach kurze Rast bei Cola und Kaiserschmarrn und dann noch einmal 350 Hm zur Geislerhütte mit wirklich knackigen Anstiegen. Hier war es wirklich wunderbar. Ein großartiges Panorama, eine schöne Hütte – aber nicht für uns. Uns zog es weiter Richtung St. Ulrich. So weit war es jetzt nicht mehr. Doch wieder hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der hieß in unserem Fall Adolf Munkel, hat irgendwann einen schönen Weg angelegt (Nr. 35), blöderweise dabei aber die Radfahrer vergessen. Also hieß es wieder schieben. Der nächste Pass war schon in Sichtweite. Blöderweise lag noch ein feines Tal dazwischen. Also wieder latschen, schieben und Blasen pflegen… . Es war zum aus der Haut fahren. Wir waren wirklich fertig und kein Ende war in Sicht. Dank unserer uns immanenten unerschöpflichen Motivation sind wir dann aber doch noch am Pass angekommen. Völlig fertig, aber immerhin da. Jetzt folgten nur noch ein kurzer Höhenweg mit feinstem Panorama und die Abfahrt ins Tal nach St. Ulrich. Nach kurzer Erholung haben wir uns mit dem Bus in die City aufgemacht. Frisch geduscht sitzen wir jetzt in der Pizzeria und tanken Kalorien. Morgen ist Ruhetag. Wir werden ausschlafen, ordentlich essen, unsere Wehwehchen pflegen und den Ort unsicher machen :-).

Schöner Bericht! 😃 Fotos folgen morgen. Internet ist hier grad aus und den WLAN-Schlüssel kennen wir noch nicht. 

PS: Auf dem Rückweg von der Pizzeria haben wir dann doch noch unseren obligatorischen Regenschauer abgefasst. 😖🌧

Impressionen: