Wir sind da. Wir sind knülle. Wir sind nass. Und wir sind müde.

Über 10 Stunden waren wir heute unterwegs, haben mehr als 2.700 Höhenmeter bei heißen Temperaturen zurückgelegt und davon 4,5 Stunden zu Fuß das Bike geschoben und getragen über Geröll und zunächst bei Steigungen bis 20 Prozent bergauf und dann über 1.000 Höhenmeter bergab. 

Die Krimmler Tauern und der Pass ins Ahrntal haben uns alles abverlangt und werden in Erinnerung bleiben. Die unbeschreibliche Natur genauso wie der Pfad zur Passhöhe auf 2.634 Metern. Und auch der so unnötige Regen in der letzten halben Stunde.

Details fasst heute Störmi zusammen. Hier sein Bericht.  Und ein paar Fotos. 😎😃

Tag 2 – die Königsetappe ruft: Die Übernachtung war ok, das Frühstück stärkend und vom Vortag gab es bis auf Matthi’s defekte Bremse kaum Nachwehen.

Nach dem anspruchsvollen Prolog vom Samstag wussten wir um die vielen Höhenmeter heute und fuhren zunächst locker drauf los. Die Filzenscharte, unser erster kleiner Gipfel heute, konnte auch gut überwunden werden und die Körner wurden ja noch für weitere 1.900Hm !!! gebraucht… Es ging zu den Krimmler Wasserfällen schon über knackige Anstiege, aber regelmäßige Fotopausen und weiterhin lockeres Fahren ließen uns guter Dinge den großen Anstieg optimistisch sehen. Erste Prognosen sahen uns schon 17:00 in der Unterkunft. 😜

Zwischenziel zum Gipfel sollte das Tauernhaus werden – ca. 600 Hm über den Krimmler Wasserfällen liegend. Nochmal Getränke aufgefüllt ging es ans Werk, mit knackigen Anstiegen im 2-stelligen Prozentbereich war das Tempo zwar allenfalls Schadensbegrenzung, aber entschädigt wurde man oberhalb der Wasserfälle mit einem grandiosen Hochplateau mit hübschen Almen und unserem besagten Ziel, dem Tauernhaus – letzte auf 1.600 Metern gelegene Wirtschaft vorm Talende und unserem Gipfel“Sturm“. Ein Kaiserschmarren und Cola stärkte uns nochmal und wir hofften der Gipfel ist nicht zu lang zum schieben – leider kommt es immer anders. Wir mussten schon weit entfernt vom eigentlich Aufstieg schieben und hatten noch 800 Hm vor uns. 


Große Geröllbrocken und ein Gebirgspfad, der auch Wanderern in guten Schuhen und leichtem Gepäck alles abverlangte. Toll das wir noch Räder schoben und in Clickschuhen unterwegs waren. Zwischendurch fühlt man sich wie eine angekettete Bergziege, bei Sprung von Brocken zu Brocken. Am Ende standen über 4h laufen zu Buche, ein Marathontraining vom Feinsten. Auch ehe wieder (unter Schmerzen) auf den Sattel gesessen werden konnte, verging noch viel Zeit, da auch der Abstieg von 1THm zu Fuß absolviert werden musste. Zur Abrundung dieser Erlebnisreichen Schinderei gab es dann noch ein kleines Unwetter was uns zum Finale noch durchnässte. Unsere Wirtin empfing uns aber mit lecker Essen – „Vorspeise“ Nudeln – und nun ist kurz Zeit um entstandene kleine Zipperlein zu kurieren, die Beine zu regenerieren und die Kräfte für morgen zu sammeln.

Impressionen: