Auch wenn die Augen gleich zufallen noch ein paar Zeilen zum heutigen Tag:

Endlich hat er begonnen. Nach drei Jahren Pause sind wir wieder unterwegs über die Alpen auf dem Weg zum Gardasee und vor allem zur besten Pizza der Welt beim Pizzaiolo in Arco.
Wir das sind dieses Mal Matthi, Störmi und meine Wenigkeit. Jan setzt aus und heiratet statt dessen unsere Multisportfreundin Sandra. Auch keine schlechte Idee und unsere uneingeschränkte Zustimmung ist den beiden sicher. 

Und so ging es heute in aller Hergottsfrühe los. Die Jungs waren pünktlich, der Aufbau der Räder zügig abgeschlossen und kurz nach um fünf waren wir auf der Autobahn Richtung Kufstein. Die Fahrt diente wie immer der Einstimmung (Details bleiben unter Verschluss) und Störmi’s Kaffee half munter zu werden.

Heute standen insgesamt 50 Kilometer und ca. 1.500 Höhenmeter auf dem Programm. Tag 1 dient dabei als Einstimmung auf die morgige Königsetappe mit 2.800 Höhenmetern. Relativ schnell kommen dabei die Erinnerungen wieder an die bevorstehenden Strapazen. Am Rechner ist man ausgesprochen schnell noch ein paar Höhenmeter dran zu hängen. Auf dem Bike verflucht man diese Planung relativ schnell. 


Heute dauerte es ungefähr 10 Kilometer bis wir das erste mal daran erinnert wurden, was uns bevorsteht. Der Anstieg war so steil, dass wir das erste Mal schieben und tragen mussten. 

Weiter gings zum Filzalmsee, ein unglaublich malerisch gelegener See auf 1.300 Meter in Hochbrixen, wo wir kurz entspannen konnten und das fantastische Wetter genossen haben. 

Danach gings steil bergab Richtung Westendorf und die ersten Zwischenfälle haben wir dabei auch hinter uns gebracht. Ich hatte einen kleinen Sturz ohne größere Blessuren. Zudem mussten wir die Abfahrt unterbrechen, da bei Matthi die Bremsen nicht richtig funktionierten. Kurzer Check und dann die Erkenntnis. Metall auf Metall bremst schlecht und klingt fürchterlich. Kurzum: Die Bremsbeläge der Hinterradbremse hatten sich in Luft aufgelöst. Das Problem dabei: Kein Fahrradladen in der Nähe, morgen ist Sonntag und am Montag ist Maria Himmelfahrt. Vor Dienstag dürfte es also schwer werden, Ersatz zu bekommen. 

Es ging daher ein bisschen vorsichtiger weiter auf die letzten Kilometer. In Westendorf gab’s ein schnelles Eis und dann waren es nur noch fünf Kilometer bis zum Gasthof Steinberg. Doch unser Störmi wäre nicht er, wenn er auf den letzten Metern nicht auch noch in Erscheinung treten würde. Und so hielt er plötzlich und unvermittelt an und informierte sachlich über einen unangekündigten Krampf im rechten Oberschenkel bzw. dessen Innenseite. Doch auch diesen überstanden wir letztlich und so gab es zum Abschluss Wiener Schnitzel bzw. einen Burger für Störmi. 

Jetzt geht’s ins Bett und schnell schlafen. Morgen erwartet uns ein harter Tag. 

PS: sorry für eventuelle Schreibfehler. Ein iPhone ist wirklich unbequem zum Schreiben. 🙂